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SaltHy – Vision trifft auf bewährte Speichertechnologie

SaltHy ist ein norddeutsches Pionierprojekt, das die bewährte Technologie der Salzkavernenspeicherung auf Wasserstoff anwendet. Im Zuge des Projektes wird einer der ersten Wasserstoffspeicher Deutschlands realisiert. Mit SaltHy unterstützt Storengy Deutschland den Markthochlauf für Wasserstoff in Europa und trägt zur erfolgreichen Umsetzung der Klimaziele bei.

Im Rahmen des Projektes SaltHy erweitert Storengy Deutschland den bestehenden Erdgasspeicher Harsefeld um weitere Salzkavernen und dazugehörige Obertageanlagen für die Untergrundspeicherung von Wasserstoff. SaltHy ist ein Leuchtturmprojekt im industriellen Maßstab. In der ersten Kaverne sollen etwa 7.000 Tonnen Wasserstoff gespeichert werden können. Eine zweite Kaverne wird zusätzliche 7.000 Tonnen Speicherkapazität bieten. Zusammengenommen wird die Speicherkapazität bei rund 14.000 Tonnen Wasserstoff liegen. Das Speichervolumen einer Kaverne reicht aus, um den Bedarf eines regionalen Stahlwerks (140 Tonnen Wasserstoff pro Tag) für rund zwei Monate abzudecken.

Die Kavernen werden voraussichtlich in Tiefen von ca. 1.000 bis 2.000 Metern liegen. Jede Kaverne wird ein geometrisches Volumen von etwa 0,5 und 0,8 Millionen Kubikmetern haben und die Form eines im Salz stehenden Zylinders mit kuppelartigem Dach beziehungsweise Boden aufweisen. Der Durchmesser wird etwa 60 bis 70 Meter betragen, während die Höhe der Kaverne ungefähr 200 Meter erreichen wird.

Ab 2035 sollen perspektivisch die zwei Salzkavernen in Harsefeld, die aktuell noch für die Erdgasspeicherung genutzt werden, für die Speicherung von Wasserstoff umgerüstet werden, sofern im Erdgasmarkt absehbar kein Bedarf mehr besteht.

Blick nach Frankreich zu unseren Storengy Kolleg:innen: Im Januar 2021 wurde das Projekt HyPSTER ins Leben gerufen und verfolgt das Ziel, Salzkavernen zur Speicherung von Wasserstoff zu nutzen. Gemeinsam mit anderen Initiativen soll HyPSTER die regionale Wasserstoffstrategie Frankreichs vorantreiben und die Entwicklung eines lokalen Wasserstoffzentrums fördern.

Der Standort Etrez, der größte Salzkavernenspeicher in Frankreich, bietet hierfür ideale Voraussetzungen. Der Ort ist strategisch günstig für die europäischen Gastransporteure gelegen, da er sich im Zentrum des „European Hydrogen Backbone“ befindet. HyPSTER wird daher die Flexibilität und Versorgungssicherheit des grenzüberschreitenden Wasserstoffnetzes erhöhen können. Auch der Export von Wasserstoff nach Deutschland ist Teil der Projektplanung. Ein weiteres Ziel des Projekts ist es, die technische und wirtschaftliche Reproduzierbarkeit des Verfahrens zu überprüfen, um letztendlich den Wasserstoffpreis für Endverbraucher:innen zu optimieren. Erkenntnisse und Erfahrungen aus dem Projekt HyPSTER werden auch für das SaltHy-Vorhaben in Harsefeld zu Nutze gezogen.

SaltHy ist ebenso Teil des FrHyGe-Projektes (Full qualification in France for large-scale Hydrogen underground storage and replication from Germany to all European countries). In einem Konsortium von 17 europäischen Partnern werden technische, wirtschaftliche, regulatorische, ökologische und Sicherheitsstudien durchgeführt. Auf dieser Grundlage wird ein Plan erstellt, der den Prozess der Umrüstung und Errichtung der Untergrundspeicher schnellstmöglich in Gang setzt und so zur Realisierung des europäischen Wasserstoffspeicher- und -transportnetztes beiträgt. Das Projekt wird mit rund 20 Millionen Euro von der Europäischen Union gefördert

EU Fördermittel für SaltHy

SaltHy ist ein Vorhaben von gemeinsamem Interesse (PCI)

SaltHy steht auf der aktuellen Unionsliste der Vorhaben von gemeinsamem Interesse (Projects of Common Interest – PCI), die durch die Europäische Kommission erstellt wurde. PCI sind wichtige grenz¬überschreitende Energieinfrastruktur¬projekte die zur Erreichung der Energie- und Klimaziele der EU beitragen. Diese Projekte haben Zugang zu Fördermitteln der Connecting Europe Facility (CEF) und profitieren von beschleunigten Genehmigungsverfahren gemäß den Vorschriften für transeuropäische Energieinfrastrukturen (TEN-E-Verordnung).

Weitere Informationen zum PCI 9.22.1 „SaltHy-Wasserstoffspeicher Harsefeld” finden Sie auf der PCI-PMI Transparenzplattform und in der Projektbeschreibung.

SaltHy wird von der EU kofinanziert

SaltHy hat von der Connecting Europe Facility (CEF) EU-Fördermittel in Höhe von 4.471.750,50 € für die Durchführung von Studien erhalten. CEF ist ein Förderinstrument, das darauf abzielt, Wachstum, Arbeitsplätze und Wettbewerbsfähigkeit in Europa durch gezielte Investitionen in die grenzüberschreitende Infrastruktur zu fördern. Es unterstützt die Entwicklung von Projekten in den Bereichen Verkehr, Energie und digitale Dienste. Im Förderaufruf 2024 für PCI-Vorhaben im Energiebereich hat sich Storengy für die Förderung von Studien, das heißt vorbereitenden Maßnahmen zur Projektumsetzung, beworben. Das Projektvolumen für diese Studien beläuft sich insgesamt auf circa neun Millionen Euro, 50 Prozent davon können nun mit den Fördergeldern gedeckt werden.

Zielsetzung des EU-geförderten Studienprojekts („PSISHarP“)

Das Projekt PSISHarP (Preparatory Studies for the Implementation of the SaltHy hydrogen storage Harsefeld Project) trägt zur Umsetzung des PCI 9.22.1-“Salthy hydrogen storage Harsefeld” bei, das die Errichtung eines unterirdischen Wasserstoffspeichers und insbesondere die Schaffung einer neuen Salzkaverne sowie den Bau dedizierter Obertageanlagen zur Speicherung von 100 % H2 umfasst und an das H2-Netz von Gasunie angeschlossen wird, das von den Niederlanden über Hamburg nach Dänemark verläuft. Der Salzstock Harsefeld bietet das Potenzial für die Schaffung mehrerer Kavernen, wodurch folgende Erweiterungsoptionen möglich sind: 2. Phase mit einer weiteren Kaverne und den erforderlichen Obertageanlagen & 3. Phase: Umwidmung bestehender Erdgasanlagen auf H2.

Das aktuelle Projekt zielt darauf ab, SaltHy für die vollständige Umsetzung vorzubereiten und auf die EU-Ziele für die Energiewende, insbesondere im Rahmen der REPowerEU-Strategie, auszurichten. Das Projekt umfasst Studien in den Bereichen Engineering (Untertage, Obertage und Solanlage), Genehmigungsverfahren und Stakeholder Management sowie Risiko-, HSE- und Qualitätsmanagement.

Die erfolgreiche Durchführung des PSISHarP-Projekts wird zur Ausarbeitung des Detailed Engineering und zur Vergabe von Aufträgen für Material und Dienstleistungen führen, die für den Beginn der Kavernenerrichtung (Bohrung und Solanlage) erforderlich sind. Außerdem werden das Basic Engineering (FEED) für die Obertageanlagen als Grundlage für eine fundierte finale Investitionsentscheidung (FID) und eine aktualisierte Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) erarbeitet sowie die erforderlichen Genehmigungsanträge gestellt. Diese Ergebnisse werden den Weg für weitere Entwicklungsschritte am Standort Harsefeld oder an anderen Standorten ebnen, aber auch das SaltHy-Projekt in die Lage versetzen, eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung der europäischen Wasserstoffwirtschaft zu spielen und damit zur Energiesicherheit, zur Marktintegration und zur Erreichung der Klimaziele beizutragen.

Weitere Details zu unserem CEF-Projekt „9.22.1-DE-S-M-24-PSISHarP“ sind auf dem EU Funding & Tenders Portal verfügbar.

Kofinanziert von der Europäischen Union

Kofinanziert von der Europäischen Union. Die geäußerten Ansichten und Meinungen sind jedoch ausschließlich die der Autoren und spiegeln nicht unbedingt die der Europäischen Union oder der European Climate, Infrastructure and Environment Executive Agency (CINEA) wider. Weder die Europäische Union noch die Förderbehörde können für sie verantwortlich gemacht werden.

SaltHy beteiligt sich am EU-geförderten Projekt FrHyGe

Storengy Deutschland ist auch Partner des FrHyGe-Projekts (Full qualification in France for large-scale hydrogen underground storage and replication from Germany to all European countries). FrHyGe dient der Validierung der großvolumigen unterirdischen Speicherung von Wasserstoff in Salzkavernen. Dieses innovative Projekt startete am 20. März 2024 und wird von einem europäischen Konsortium aus 17 Partnern unter der Leitung von Storengy in Frankreich koordiniert.

Mit einem Gesamtbudget von 43 Millionen Euro, von denen 20 Millionen durch die Clean Hydrogen Partnership finanziert werden, will FrHyGe die Zukunft der Speicherung von erneuerbarem Wasserstoff in Europa vorantreiben und neue Möglichkeiten für die Entwicklung nachhaltiger Energien eröffnen. Das Demonstrationsprojekt am Standort Manosque (Südfrankreich) umfasst technische, wirtschaftliche, regulatorische, Umwelt- und Sicherheitsstudien. Auf der Grundlage dieser Studien wird ein Plan für den europaweiten Einsatz der Technologie erstellt.

Die Rolle von SaltHy im FrHyGe-Projekt besteht darin, erfolgreiche Ergebnisse des Demonstrators im kommerziellen Maßstab zu replizieren. SaltHy profitiert von im Rahmen dieses Projekts durchgeführten Studien, die nicht durch die CEF-Förderung abgedeckt sind.

Das Projekt wird von der Clean Hydrogen Partnership und ihren Mitgliedern unterstützt.

Weiterführende Informationen finden Sie auf der FrHyGe Website und dem EU Funding & Tenders Portal.

Kofinanziert von der Europäischen Union

Kofinanziert von der Europäischen Union. Die geäußerten Ansichten und Meinungen sind jedoch ausschließlich die der Autoren und spiegeln nicht unbedingt die der Europäischen Union oder der Clean Hydrogen Partnership wider. Weder die Europäische Union noch die Förderbehörde können für sie verantwortlich gemacht werden.

Funktionsweise Wasserstoffspeicher

Die Gasfernleitung (1) transportiert Wasserstoff durch ganz Europa. Eine kürzere Verbindungsleitung (2) schließt den Speicher direkt an dieses Netz an. Wird Wasserstoff aus dem Netz zur Speicherung entnommen, fließt er zunächst durch einen Eingangsfilter (3), um etwaige Verunreinigungen abzuscheiden. Nachfolgend durchläuft der Wasserstoff eine Gasmengenmessung (4), in der auch seine Qualität erfasst wird. Die nachgeschaltete Kompressorstation (5) verdichtet den Wasserstoff auf den aktuell anstehenden Kavernendruck, wobei er sich erwärmt und vor dem Weitertransport gekühlt (6) wird. Über den Kavernenkopf (7) gelangt er schließlich in die tief im Untergrund liegende Salzkaverne und wird dort sicher gespeichert.

Bei Bedarf wird der Wasserstoff wieder entnommen. Dafür fließt er über den Kavernenkopf aus der Kaverne und durchläuft zunächst einen Filterabscheider (8), um etwaige Verunreinigungen abzuscheiden. Um vom Kavernendruck auf den Druck der Verbindungsleitung zu entspannen, muss der Wasserstoff anschließend gekühlt (9) werden, da er sich bei der Druckentspannung erwärmt. Anschließend fließt er durch eine Gasaufbereitungsanlage (10), damit die Qualitätsanforderungen der Ferngasleitungen sichergestellt werden. Unmittelbar vor der Rückspeisung in die Verbindungsleitung wird der Wasserstoff vermessen und die Qualität (4) geprüft. Dann wird er über die Verbindungsleitung wieder in die Fernleitung eingespeist und über dieses Netz bis zum Verbraucher transportiert.

Derzeit arbeitet das Projektteam von SaltHy an der Konzeptplanung für die obertägige Anlage, die im Ergebnis die wesentlichen Anlagenkomponenten, deren Anordnung und Auswirkungen auf die Umwelt beschreibt. Außerdem wird die Planung für die Untertageanlage, das heißt für Errichtung und Ausrüstung (Komplettierung) der Bohrung und erforderliche Nebenanlagen durchgeführt.  

Parallel zur Planungsphase haben Ende März 2024 die Kartierungsarbeiten im Vorhabenbereich begonnen. Die Vorhabenfläche befindet sich zwischen den beiden Ortschaften Hollenbeck und Harsefeld im Landkreis Stade. Das Umfeld der Vorhabenfläche ist weiträumig durch landwirtschaftliche Flächen, Waldbestände und kleine Siedlungsbereiche geprägt. Die Vorhabenfläche wird durch Landstraßen und Feldwege durchschnitten. Zwei Gewässer, die Hollenbeeke und der Riesbrockgraben durchlaufen den südlichen Teil der Fläche. Innerhalb der Fläche befindet sich der UGS Harsefeld.

Auf Basis der Ergebnisse aus der Planung und den Erkenntnissen aus der Kartierung führt das Unternehmen eine Umweltverträglichkeits-Vorprüfung durch und reicht die Unterlagen bei der zuständigen Genehmigungsbehörde (Bergamt LBEG in Hannover) ein. Nach Prüfung der Unterlagen wird das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie entscheiden, ob es für das Gesamtvorhaben einer umfassenden Umweltverträglichkeitsprüfung bedarf. Davon sind die weiteren Genehmigungsschritte abhängig.

Die Abteufung der ersten Bohrung ist für 2026 geplant. 2027-2032 erfolgt die Kavernensolung der ersten Wasserstoff-Salzkaverne am Standort Harsefeld. Aktuell werden Gespräche mit einem regionalen Industriepartner geführt, um eine nachhaltige Weiterverwertung des bei der Aussolung gewonnenen Salzes sicherzustellen.

Ab 2030 startet der Bau der zum Speicher gehörenden Obertageanlagen. Dazu gehören unter anderem:

  • Eingangsfilter
  • Gasmengenmessung
  • Verdichtereinheit(en) mit Gasrückkühlung
  • Feldleitung mit Anschluss der Kaverne
  • Filterabscheider
  • Gaskühlung und Kondensatabscheidung
  • Gastrocknungsanlage/ Gasaufbereitungsanlage

Nach aktuellem Stand ist die Inbetriebnahme und damit Erstbefüllung des Wasserstoffspeichers Harsefeld für 2032 geplant.

Parallel zur Fertigstellung der ersten Salzkaverne beginnen die Arbeiten für eine zweite neue Wasserstoff-Salzkaverne.

Umrüstung der bestehenden Erdgaskavernen nachfolgend, wenn die Speicherkapazität im Erdgasmarkt erkennbar nicht mehr nachgefragt werden wird.

Mit dem Auslaufen der Erdgasnutzung in Deutschland werden auch die bestehenden Erdgasspeicher Harsefeld für die Speicherung von Wasserstoff umgerüstet. Am Standort Harsefeld wird langfristig ausschließlich Wasserstoff gespeichert.

Unser Beitrag zur Region

Mit dem Aus- und Neubau der Untertagespeicher investiert Storengy Deutschland vor Ort in die Zukunftssicherheit des Speichers Harsefeld. Damit werden langfristig Arbeitsplätze am Standort gesichert. Nach der Inbetriebnahme der Anlage werden planmäßig erfahrene und regionale Unternehmen mit Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen beauftrag. Zudem wird Storengy Deutschland ab diesem Zeitraum – wie bereits heute für das Erdgasspeichergeschäft – für das H2-Speichergeschäft Grund- und Gewerbesteuern in Harsefeld zahlen.

Gelebtes Engagement für die Biodiversität sowie die lokale Verankerung des Betriebes in sein nachbarschaftliches Umfeld sind für Storengy Deutschland auch weiterhin besonders wichtig. In diesem Sinne wurden auf dem Betriebsgelände des Erdgasspeichers Obstbäume gepflanzt, PV-Paneele installiert, Blühwiesen angelegt sowie Bienenstöcke aufgestellt. Des Weiteren werden regelmäßig Kooperationen mit lokalen Organisationen und den freiwilligen Feuerwehren umgesetzt. Dieses Engagement werden wir gerne fortführen!

Sowohl beim aktuellen Betrieb unseres Erdgasspeichers als auch beim Bau und zukünftigen Betrieb unseres Wasserstoffspeichers verpflichten wir uns zur Einhaltung höchster Sicherheits- und Umweltstandards. Insbesondere beim Bau ist uns die nachhaltige und ressourcenschonende Nutzung von Nebenprodukten ein Anliegen. Die Verwertung des bei der Aussolung der Kavernen gewonnen Salzes wird zum jetzigen Zeitpunkt mit einem regionalen Industriepartner verhandelt.

 

Fragen und Antworten 

Storengy Deutschland entwickelt und implementiert ein umfassendes Sicherheitskonzept, das potenzielle Risiken, die sich aus dem Betrieb der Anlage ergeben könnten, früh erkennt. In enger Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden und der Freiwilligen Feuerwehr wird ein einwandfrei sicherer Betrieb der Anlage gewährleistet. Die Einhaltung aller Sicherheitsstandards wird sowohl während des Baus als auch im Regelbetrieb regelmäßig von den zuständigen Behörden überprüft. Die Art und Weise der Kavernenverrohrung, installierte Überwachungs- und Schutzeinrichtungen sowie wiederkehrende Prüfungen gewährleisten den sicheren Betrieb der Kaverne.

Vor der Inbetriebnahme wurden detaillierte gebirgsmechanische Studien durchgeführt, um die Dimensionen und Betriebsbedingungen der neuen Kavernen optimal festzulegen. Regelmäßige Hohlraumvermessungen und die Überwachung von Höhenunterschieden an der Oberfläche der Kaverne ermöglichen es, etwaige Senkungen frühzeitig zu identifizieren und zu überwachen. Das Auftreten von Senkungen an der Oberfläche ist grundsätzlich nicht auszuschließen, in einem festgesteckten Rahmen jedoch unbedenklich.

Die Gasspeicherung in Kavernen ist eine bewährte und zuverlässige Lösung. Das Gestein bietet einen robusten Schutz vor äußeren Einflüssen und stellt gleichzeitig eine natürliche Barriere gegenüber der Umwelt dar. Da in den Kavernen kein Sauerstoff vorhanden ist, kann das Risiko einer Explosion im Speicher ausgeschlossen werden.

Die bestehenden Kavernen von der Dow sind für die H2-Speicherung ungeeignet, da sie für diesen Zweck viel zu groß angelegt sind. Außerdem sind diese Kavernen zweckgebunden errichtet, d.h. sie haben eine „Sole-Form“ und sind auch technisch (Verrohrung) nicht zur H2-Nutzung ausgelegt oder umrüstbar.

Ja, SaltHy erhält öffentliche Fördermittel von der Europäischen Union. SaltHy ist als „Vorhaben von gemeinsamem Interesse“ (PCI) anerkannt und wird durch die EU im Rahmen der Connecting Europe Facility (CEF) kofinanziert. Für vorbereitende Studien – darunter Engineering für Untertage- und Obertageanlagen, Genehmigungsverfahren, Stakeholder-Management sowie Risiko-, HSE- und Qualitätsmanagement – hat SaltHy EU-Fördermittel in Höhe von rund 4,47 Millionen Euro erhalten. Diese Förderung deckt 50 % der Kosten der Studien ab und bereitet die Umsetzung unseres Speicherprojekts vor. Darüber hinaus ist SaltHy Teil des EU-geförderten Demonstrator-Projekts FrHyGe, das die großvolumige unterirdische Speicherung von Wasserstoff validiert und von der Clean Hydrogen Partnership unterstützt wird.

Weitere Informationen:

Storengy Deutschland wird in Harsefeld keinen Wasserstoff herstellen, sondern lediglich Speicherkapazitäten für Wasserstoff zur Verfügung stellen, die für einen funktionierenden Wasserstoffmarkt essenziell sind. Das chemische Element Wasserstoff ist farblos.

Die Farbbezeichnung beschreibt die Herstellungsmethode. Unter grünem Wasserstoff wird gemeinhin Wasserstoff verstanden, der mit durch erneuerbaren Strom betriebene Wasserelektrolyse hergestellt wird. Grüner Wasserstoff ist zur Erreichung des Netto-Null-Ziels alternativlos.

Für einen zügigen Markthochlauf sieht die Nationale Wasserstoffstrategie aber neben grünem auch die übergangsweise Verwendung von anderem Wasserstoff vor, beispielsweise dem sogenannten blauen Wasserstoff (hergestellt durch Methandampfreformierung in Verbindung mit der Einspeicherung des abgespaltenen CO2 mittels Carbon Capture and Storage). Ob und inwiefern anderer als grüner Wasserstoff bei Inbetriebnahme des Speichers Harsefeld noch eine Rolle spielt, kann heute nicht gesagt werden.

Das kann heute noch nicht definitiv abgesehen werden. Die EU geht ab 2030 von einem jährlichen Wasserstoffbedarf von 20 Millionen Tonnen aus. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, 10 Millionen Tonnen Wasserstoff selbst zu produzieren und die verbleibenden 10 Millionen Tonnen aus verschiedenen Partnerregionen zu importieren. In Norddeutschland, das eine wichtige Säule des EU-Hydrogen-Backbone ist, wird zukünftig sowohl Wasserstoff direkt erzeugt als auch in großen Mengen importiert. In der Region Stade, in der sich auch der Speicher Harsefeld befindet, entsteht aktuell die Wasserstoffdrehscheibe Deutschlands. Ob also lokal produziert oder importiert: Speicherbedarf in der Region wird es ab 2030 zur Genüge geben.

Weitere Informationen finden Sie gebündelt in unserem Infoflyer

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